Kirche

Ältestes im Ort erhalten gebliebenes Gebäude, dem hl. Nikolaus geweiht.

Drei Bauepochen: Romanik, Spätgotik, Barock

 

Ältester, mittlerer Teil zwischen Turm und Vorderschiff ursprünglich romanisch. 1520 wurde die hölzerne Flachdecke durch ein gotisches Gewölbe ersetzt.

Datierung des Presbyteriums: 1520

Ende 16./Anfang 17.Jhd. Errichtung des ca. 45m hohen Wehrturms.

 

Unregelmäßig gemauertes Kirchenschiff. Nordseite ohne Fenster und um zwei Meter kürzer.

Ca. 45 m hoher Wehrturm mit Schießscharten

 

Römersteine

Im Außenmauerwerk der Stallhofner Pfarrkirche findet man über 20 aus dem 1. bis 3. Jh. n. Chr. stammende römische Reliefsteine.

  Römersteingruppe über dem Portal der Kirche: plastisches Brustbild eines Mannes zwischen zwei Frauen. Ganz außen sind zwei Figuren einen sog. Aulos (Doppelrohrinstrument) blasend zu sehen.

 

 

 Römersteingruppe in der Kirchenmauer auf der Südseite der Kirche. Oberhalb der Figuren Grabinschrift des „Senaca Palumbi“.

Der im Jahr 1984 aus dem Mauerwerk geborgene Römerstein auf der Südseite der Kirche (ursprünglich unter dem Stiegenaufgang zur Sakristei an der Nordseite verborgen gewesen). 

Zwei römische Löwen (ca. 190x28 cm und 65 cm hoch)  im rückwärtigen Haupteingang (Turmhalle). Ebenfalls im Zuge der Kirchenrestaurierung entdeckt. Linker Löwe zeigt deutlich später eingesetzte Figur, vermutlich romanische Überarbeitung.

Kirchenglocken

Das Läutwerk des Stallhofner Glockenturmes beinhaltet 5 Glocken, 3 davon stammen aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Die größte Glocke ist aus Stahl und wiegt stolze 1315 kg, sie ist eine jener drei Glocken die 1923 nach Stallhofen kamen. Die neuen  Glocken wurden am 17.September 1950 geweiht. Die Glocken haben folgendes Gewicht und folgende Töne

1. Stahlglocke (von 1923)           mit 1.315kg               Ton E
2. Bronzeglocke Fis (1950)         mit    749 kg             Ton  Fis
3. Bronzeglocke Gis (1950)         mit    486 kg             Ton  Gis
4. Bronzeglocke H (alt)                mit    380 kg             Ton H
5. Bronzeglocke Cis (1950)         mit    208 kg             Ton Cis
 

Im November 1998 konnte das Läutwerk für die Glocken erneuert und modernisiert werden.

Orgel

Eine der ältesten Orgeln der Steiermark (17.Jahrhundert). Mehrere Reparaturen 1794, 1849, 1859,1874, 1898 und 1975. Zuletzt umfassende Renovierung und Erweiterung im Jahr 2001.

Am 29. April 2001 wurde die restaurierte Orgel von Dompropst Kanonikus Mag. Leopold Städtler in einem Festgottesdienst eingeweiht. Prof. Ernst Triebl intonierte als Erster die neue Orgel und gab am Ende des Festgottesdienstes ein 7-minütiges Orgelkonzert von Georg Friedrich Händel zum Besten Der Kirchenchor unter der Leitung von Prof. Rudi Vogt und Instrumentalisten aus Stallhofen und Graz sangen und spielten die Kleine Festmesse von Ernst Tittel in lateinischer Sprache.

 

Hochaltar

Um 1746 wurde der ursprünglich kleine gotische Hochaltar ersetzt und ein die ganze Vorderwand verdeckender Barockaltar errichtet. 1878 wurde der Barockaltar durch einen neugotischen Altar ersetzt. Statuen des hl. Nikolaus (ursprüngliche Figur auf einer Konsole im Kirchenraum hinten auf der Nordseite), Johannes und Paulus (Wetterheilige – Anbetungstag!).

 

Seitenaltäre

Rechts: Josefi-Altar - Bild des hl. Josef, des Nährvaters Christi, mit dem Jesukind auf Wolken schwebend. Das Bild wird von den Apostelfürsten Petrus und Paulus flankiert.

 

 

 

 

Links: Marienaltar – Bild der Verkündigung Mariens. Als Assistenzfiguren Statuen der hl. Theresia von Avila und des hl. Dominikus.

 

 

 

Statue des Hl. Nikolaus

Pfarrpatron 

Fest: 6. Dezember

Attribute: Evangelienbuch, drei goldene Kugeln (Äpfel), Bischofsstab und Bischosmütze

Barocke Statue – ursprünglich am Hochaltar angebracht, später im Nikolokreuz. Unter Pfarrer Oberländer nach mehreren Einbrüchen in Kapellen in die Pfarrkirche zurückgeholt. Steht auf einer eigene Konsole auf der hinteren Nordseite.

 

Aufbahrungshalle

1986 begann nach vielen Vorarbeiten der Bau der Aufbahrungshalle. Nachdem der 1. Plan für die Aufbahrungshalle von der Bevölkerung abgelehnt wurde, kam ein 2. Plan von Gustav Wiesinger zur Ausführung. Am 1. Juni 1986 erfolgte die Einweihung.

 

Friedhof

Bis 1875 befand sich der Totenacker auf dem Kirchhof. Die einstige Friedhofsmauer umgrenzte den Friedhof. 1875 wurde der Friedhof auf den nordöstlich der Kirche gelegenen  „Pehslacker“ verlegt und geweiht. 1988 erfolgte die Friedhofserweiterung unterhalb des bestehenden Friedhofs. Zwischen 1992 und 1994 wurde die Umfassungsmauer errichtet. Am 30. Oktober 1994 erfolgte die Weihe und Eröffnung des neuen Friedhofes. Anlässlich der 750-Jahr-Feier der Pfarre Stallhofen 1995 überreichte die Gemeinde als Geschenk einen schön geschnitzten Korpus für das neue Friedhofskreuz.

 

 

 

Der Taufstein

Der massive achteckige Taufstein, datiert mit dem Jahr 1502 hat innerhalb unserer Pfarrkirche schon des Öfteren seinen Standort gewechselt. Ursprünglich befand er sich im hinteren Teil der Kirche unter einem großen Kruzifix. Nach der Innenrenovierung der Pfarrkirche unter Pfarrer Oberländer wurde er in den Altarraum gebracht, wo er als Gegenpol zur Statue des Hl. Nikolaus seinen Platz fand.

 

Die Pfarrchronik berichtet darüber, dass der Taufstein im Jahre 1927 renoviert wurde und der obere Teil eine neue Statue des Hl. Johannes des Täufers (von Gschiel in Graz geschnitzt) erhielt. Die alte Statue wäre Jahre zuvor verloren gegangen. Aus dieser Zeit stammt auch die Datierung durch das Denkmalamt auf das Jahr 1502.

Pfarrer Mag. Gerald Krempl ließ den Taufstein vom Altarraum zum Josefsaltar stellen, um ihn seinem eigentlichen Zweck als Taufstein zuzuführen. In nächster Zeit soll das Innere durch einen Kupferboden abgedichtet werden. Der Aufsatz des Taufbeckens mit der Figur des Hl. Johannes des Täufers steht etwas unbeachtet ganz hinten in der Kirche.

 

 

 

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